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Während in den 90ern Rage Against the Machine den politischen Alternative Rock bzw. Metal in den USA anführten, nahmen im UK diese Rolle Skunk Anansie ein. Am Anfang klang die Gruppe um Sängerin Skin noch recht punkig, später legten sie dann ein Metalgewand an. Thematisch wurde stehts nie ein Blatt vor den Mund genommen: Wahlergebnisse, Feminismus, Rassismus – alles wurde schonungslos thematisiert und die Emotionen offen gezeigt. Da zeigt sich auch die gesangliche Stärke von Sängerin Skin: Sowohl ein wütender, rauer Gesang passt zu ihr, wie auch ein klarer, oft trauriger Balladengesang. Nach drei Alben in den 90ern war jedoch erstmal Sendepause für die Band und Skin veröffentlichte zwei Soloalben. 2008 kam die ersehnte Reunion und seitdem auch diverse sehr abwechslungsreiche neue Studiowerke. Ob das nächste Studiowerk also härter oder poppiger ausfällt ist bei dieser Band also immer offen.
TOP 5 zum ersten Reinhören:
Selling Jesus (1995, Paranoid & Sunburnt)
Weak (1995, Paranoid & Sunburnt)
Hedonism (1996, Stoosh)
Twisted (Everyday Hurts) (1996, Stoosh)
Charlie Big Potato (1999, Post Orgasmic Chill)
Black Traffic (2012) – 1,9/10: Reinfall!
Nach dem nicht ganz unumstrittenen Comeback-Album Wonderlustre legten Skunk Anansie recht zügig den Nachfolger Black Traffic hinterher. Während der Vorgänger noch klare Highlights beinhielt, legte die Band hier eine Bruchlandung hin. Stilistisch wurde es größtenteils wieder härter, teilweise wurde sich auch dem Metalcore angenähert. Heraus kamen viele krampfhaft auf modern gestimmte Stücke, um auf Biegen und Brechen dem Zeitgeist zu entsprechen. Dass die Produktion unfassbar glattgeleckt klingt und raue Parts komplett ausbleiben, kommt nochmal erschwerend dazu. Unter dem 08/15-Alternative gibt es allerdings auch ein paar Lichtblicke: „Sticky Fingers In Your Honey“ punktet durch hohes Tempo und wenn der Gesang aggressiver wäre, dann wäre das ein absolut tolles Stück geworden. „I Believed In You“ ist solide, aber „Sad Sad Sad“ schafft es trotz aller Härte sehr groovy daherzukommen. Damit ist es aber leider das einzige Stück mit Alleinstellungsmerkmal. Zur Abrundung gibt es noch die obligatorischen Balladen auf dem Album – teils sogar etwas trancig („Our Summer Kills The Sun“). Statt wirklich ergreifend, geht es hier aber eher kitschig zu. Skunk Anansie waren auf einem absoluten Irrweg in jeder Hinsicht!
TOP: Sad Sad Sad
Fake Chemical State (2006, Skin) – 4,7/10: Zwiespältig!
Das zweite und letzte Solo-Werk von Skin ist schwer zu bewerten. Für sich ist das Album nicht wirklich schlecht, aber mit den ersten drei Skunk Anansie-Alben und der ersten Solo-Platte lag die Messlatte nun mal entsprechend hoch. Das Konzept des Albums geht allerdings nicht wirklich auf: Zum Start gibt es mit „Alone In My Room“ dreckigen Alternative Rock, der temporeich mit „She’s On“ fortgesetzt wird. Ein vielversprechender Start, doch dann kommt ein harter Stilwechsel und Skin widmet sich erneut emotionalen Stücken. Mit den kalten Synthie-Klängen auf „Purple“ funktioniert das auch sehr gut, vieles wie „Movin‘“ oder „Nothing But“ bleibt aber hinter seinen Möglichkeiten. Erst zum Schluss schafft Skin es mit „Falling For You“ ihre Trauer schwungvoll in einem Song zu verarbeiten – nicht rockig, sondern angenehm ruhig. Kraftvoll gesungen ist dafür aber „Just Let The Sun“, nur leider bleibt das Instrumental hier etwas blass. Neben etwas passablen modernen Rock gibt es mit „Take Me On“ allerdings auch einen der schwächsten Songs aus Skins gesamter Karriere. Fans von Skin bekommen, was sie wollen. Dennoch: Fake Chamical State ist kein Album für die Ewigkeit.
TOP: Alone In My Room; She’s On; Purple; Falling For You
Wonderlustre (2010) – 5,8/10: Gelungen!
Da waren Skunk Anansie also wieder, in einem neuen Jahrzehnt, in einem neuen Zeitgeist. Anstatt sich auf alte Qualitäten zu stützen und ein rohes, hartes Comeback-Werk zu veröffentlichen, setzte die Band auf zeitgemäße Sounds. Das fiel leider streckenweise etwas zahnlos aus, aber im Gesamtpaket ist Wonderlustre ein solides Album. Der Startschuss fällt allerdings noch angenehm rockig aus: „God Lives Only You“ profitiert vom modernen Einschlag und „My Ugly Boy“ hält die Waagschale aus Coolness und Härte. Überwiegend wird es dann allerdings etwas unangenehm poppig. „Over The Love“, „The Sweetest Thing“, „You’re Too Expensive for Me“ – überall ist spürbar, wie auf den großen Mainstream-Erfolg gehofft wurde. Dazu kamen dann noch recht blutleere Balladen wie „Talk Too Much“. Dazu zählen auch die beiden letzten Stücke „You Can’t Always Do What You Like“ und „I Will Stay But You Should Leave“, die aber immerhin interessante Trance-Einflüsse haben. Dazwischen wird jedoch immer mal wieder Hoffnung gegeben und das eine oder andere rockigere Stück zum Besten gegeben. „It Doesn’t Matter“ ist wieder der frühe Punk-Spirit und „My Love Will Fall“ emotionaler Alternative Rock. „Feeling the Itch“ würde fast auch zu den guten Stücken zählen, doch leider bremsen die poppigen Parts den rockigen Refrain regelrecht aus. Unter den Balladen sticht hingegen vor allem das raue „You Saved Me“ positiv hervor. Wonderlustre ist definitiv kein Anschluss an die goldene Ära der Band, allerdings auch kein Album, für das man sich schämen müsste. Fans von Alternative Rock werden zufriedenstellend bedient.
TOP: God Loves Only You; My Ugly Boy; It Doesn’t Matter; My Love Will Fall; You Saved Me
The Painful Truth (2025) – 6,2 /10: Gelungen!
Als nach neun Jahren das nächste Album angekündigt wurde, waren die Freude und die Erwartungen entsprechend hoch. Und auch wenn das Album unbestritten seine Qualitäten hat, nüchtern betrachtet treffen die überschwänglichen Bewertungen nicht ganz zu. Ausreißer nach unten hat das Album zwar nicht unbedingt, aber verteilt gibt es doch ein paar Stücke, die eher Durchschnitt sind. So bieten „This Is Not Your Life“ und „Cheers“ zwar gute Texte, aber leider einen etwas zu poppigen Rhythmus. Auch der Versuch Trance-Elemente mit Rock zu verbinden auf „Fell In Live With A Girl“ ist zwar nicht schlecht, aber eben auch nicht außerordentlich gut. Textlich punkten Skunk Anansie allerdings häufig wie auf keinem anderen Album, da ist das etwas zu minimalistische Instrumental auf „Shame“ und „Meltdown“ schon etwas schade. Auf der anderen Seite wollen viele Experimente aber auch wunderbar funktionieren. Der Opener „An Artist Is an Artist“ kombiniert stilistisch wie auch textlich den Alternative Rock mit dem Art Rock – ein sehr spannendes Unterfangen! Auf „Lost and Found“ wird es kühl und hallig, schon fast gespenstisch. In eine ähnlich düstere Kerbe schlägt auch „Animal“. Auf „My Greatest Moment“ wurde der moderne, sehr künstliche Bass mal wirklich sinnvoll eingesetzt. Eine Überraschung in diesem sonst sehr modernen Werk ist der Funkrocker „Shoulda Been You“. Sehr untypisch, aber erstaunlich passend. Wie geht man nun also mit The Painful Truth um? Den Status eines Meisterwerks hat es leider bei Weitem nicht. Aber gerade durch die Experimentierfreude zählt es doch zu den spannendsten Alben der Band. Denn die Experimente wollen tatsächlich auch gut funktionieren.
TOP: An Artist Is an Artist; Lost and Found; Shoulda Been You; Animal; My Greatest Moment
Anarchytecture (2016) – 6,5/10: Gelungen!
Nachdem der Vorgänger bei Fans und Kritikern durchfiel, fanden Skunk Anansie auf Anachytecture wieder zu alter Kraft zurück. Zugegeben: Ein paar Fehlentscheidungen sind auch hier dabei, aber wenn etwas auf diesem Werk funktioniert, dann funktioniert es auch richtig. Bemerkenswert ist hier vor allem dass entgegen dem bunten Cover hier eine sehr ernste Stimmung herrscht. Skin besingt mit „Victims“, „Death to the Lovers“ und dem schon fast minimalistischen „I’ll Let You Down“ ihre verletzte Seite. Ein sehr privater Einblick, wodurch viele Stücke absolute Gänsehaut auslösen. Das heißt aber keineswegs, dass das Album nicht ohne Härte auskommt. „Beauty Is Your Curse“ setzt die Melancholie sehr rockig fort und „In The Back Room“ trabt energetisch voran, während es eine kühle Ausstrahlung bewahrt. Etwas ratlos lassen einen dann aber die etwas unfertig wirkenden Alternative Rocker „Bullets“ und „The Sinking Feeling“ zurück. Dazu kommt dann noch die etwas zu poppige Single „Love Someone Else“ und das überflüssige, aber wenigstens kurze Instrumental „Suckers!“. Dadurch hat das Album dann doch ein paar Ecken und Kanten versehen bekommen, aber seien wir ehrlich: Im Verhältnis zu den Qualitäten sind die kleinen Fehlerchen zu verzeihen.
TOP: Victim; Beauty Is Your Curse; Death to the Lovers; In The Back Room; We Are The Flames
Fleshwounds (2003, Skin) – 8,3/10: Bester Stoff!
Ein Jahr nach der Auflösung von Skunk Anansie veröffentlichte Skin ihre erste Soloplatte. Das Ergebnis ist ein ehrliches, authentisches Werk, auf dem Skin ihre inneren Dämonen verarbeitet. Dass das Album ein Solo-Werk ist, hatte für Skin den Vorteil dass sie sich für den neuen Karriereabschnitt neu erfinden und stilistisch von den Band-Alben abweichen konnte. Tatsächlich ist Fleshwounds eine interessante Platte, auch wenn sie nicht so viel Aufmerksamkeit bekommt, wie sie verdienen würde. Die spannendsten Stücke auf dem Album sind die beiden Opener. „Faithfulness“ ist ein zeitgenössischer, düsterer Synthie-Rocker und „Trashed“ eine Art Trauerbewältigung mit kesser Betonung. Das engagierte „Listen To Yourself“ und das Electronic-Cover „Getting Away With It“ bedient die Herzen der Rockhörer. Besonders in der Zweiten Hälfte fängt das Album an sehr schwermütig zu werden und die Trauer direkt beim Namen zu nennen. Neben „The Trouble With Me“, „I’ll Try“ und „Burnt Like You“ stechen da besonders „Lost“ und das minimalistische „‘Til Morning“ hervor. Dazu kommen leider ein paar Lieder unter dem Durchschnitt, die die Qualität etwas midnern. „Don’t Let Me Down“ ist seichter Pop, „You’ve Made Your Bed“ hat unschöne Synhtie-Beats. Doch trotz der Abzüge, vor allem auf der zweiten Seite, ist das Album sehr respektabel und zeigt eine wandlungsfähige Skin, die sich für ihr Solodebut nicht an alten Gewohnheiten festklammert.
TOP: Faithfulness; Trashed; Listen To Yourself; Lost; Getting Away With It; ‚Til Morning
Paranoid & Sunburnt (1995) – 8,5/10: Bester Stoff!
Zum Zeitpunkt dieses Albums ebbte der große Grunge-Hype langsam, aber sicher ab und der Alternative Rock gewann zunehmend an Bedeutung. In bester Punk-Manier wird kein Blatt vor den Mund genommen und Missstände werden offen angeprangert. Vor Kontroversen wird sich nicht gescheut, sondern diese werden mit offenen Armen in Kauf genommen. Gerade daher ist es spannend, dass das Debut der Band trotz schwer zu vermarktender Themen in Europa ein Hit wurde. Die Protestsongs über Kommerzialisierung von Religion, toxische Beziehungen und persönlichen Rassismuserfahrungen trafen genau den Nerv der Zeit. Keine Metaphern oder Umschreibungen, sondern offenes Anprangern. Der erste Radio-Erfolg „Little Baby Swastikkka“ kommt so wie eine tickende Zeitbombe daher, die mit voller Kraft explodiert. Auch „Charity“ zeigt sich wechselhaft zwischen rockig und kühl. Auf „It Takes Blood & Guts to Be This Cool […]“ kommen zudem noch ruhige Parts dazu, die hochbedrohlich wirken und im Wechselbad zu wütendem Shouting stehen. Chart-Erfolge wurden auch das leidenschaftlich geschriene „I Can Dream“ und „Weak“, das den Ton für den 90s-Rock angab. Highlight des Albums ist aber „Selling Jesus“, bei dem der punkige Einschlag besonders deutlich hervorsticht. Der Schlusstrack „Rise Up“ ist ein Geheimtipp, denn die Empowerment-Hymne ist trotz ihrer Qualität kaum bekannt. Unter schwachen Momenten leidet dieses Album tatsächlich gar nicht. „And Here I Stand“ ist dicht am Rap-Rock und daher Geschmackssache. „Intellectualise My Blackness“ und „100 Ways To Be A Good Girl“ sind musikalisch zwar nur solide, dafür muss man dem Album allerdings lassen, dass alle Lieder textlich hochspannend sind. Die angestaute Wut mit voller Wucht herauszuschreien zahlte sich definitiv aus.
TOP: Selling Jesus; I Can Dream; Little Baby Swastikkka; Charity; It Takes Blood & Guts to Be This Cool But I’m Still Just a Cliché; Weak, Rise Up
Stoosh (1996) – 9,4/10: Meisterwerk!
Beim Zweitwerk Stoosh wurde qualitativ nochmal eine Schippe im Verhältnis zum Vorgänger draufgelegt. Die Band liefert zwar einige Radio-Hits, allerdings ist es besonders spannend mal das Album im Gesamtkontext anzuschauen. Tatsächlich sind die teils etwas seichter gehaltenen Hits in diverse, teils sehr aggressive und politische Stücke eingebettet. „Hedonism“ wurde zum absoluten Klassiker des 90s-Rock, genau wie das textlich sehr düstere „Twisted (Everyday Hurts)“. Auf „All I Want“ wird der Geist der Grunge-Ära geatmet, ohne zu kopieren. Dazu kommen auch viele nachdenkliche bis mitunter gebrochen klingende Stücke. „She’s My Heroine“ und „Brazen (Weep)“ sind zwar energetisch, doch die Tragik ist spürbar. Für „Infidelity“ wurde das passenderweise noch mit Streichern unterlegt. Spannend ist in dem Zug auch das minimalistische „Pickin On Me“, bei dem nur Gesang und Gitarre zum Einsatz kamen. Hinzu kommen noch einige Wut-Rocker, die das Album durchziehen. „Yes It’s Fucking Political“ zeigt das Musik und Politik wunderbar miteinander funktionieren, „We Love Your Apathy“ schimpft über die Wahlergebnisse und in „Milk Is My Sugar“ schreit Skin ihre Gedanken über Sex schonungslos raus. Nur der Schlusstrack „Glorious Pop Song“ schwächelt ein wenig. Das Wechselbad zwischen Wut und Verzweiflung sorgt für ein einmaliges Hörerlebnis mit ganz eigener Handschrift.
TOP: Yes It’s Fucking Political; All I Want; She’s My Heroine; Hedonism; Twisted (Everyday Hurts); Brazen (Weep); Pickin On Me; Milk Is My Sugar
Post Orgasmic Chill (1999) – 9,9/10: Meisterwerk!
Das letzte Album vor der Auflösung beinhaltet einen unerwarteten Stilwechsel, bei dem es die Band vom 90s-Punk zu Alternative Metal verschlug. Außerdem ist das Album dieses Mal etwas klarer strukturiert. Während es auf der ersten Hälfte deutlich härter zugeht, setzt die zweite Hälfte auf vielfältige Stücke, die aber auch ohne Härte auskommen. Hinzu kommt: Die Musikvideos zu diesem Album gerieten ungewohnt surreal.
Typisch für den neuen Stil sind die Sozialkritik „We Don’t Need Who You Think You Are“, „The Skank Heads“ und das leidenschaftliche „Cheap Honesty“. „Charlie Big Potato“ fiel hingegen bedrohlicher aus, „On My Hotel T.V.“ dann deutlich aggressiver und vulgärer. Zwar groovt „And This Is Nothing That I Thought I Had“ sehr gut, der Refrain donnert allerding ordentlich. Die Single „Lately“ hingegen ist eher poppiger 90s-Rock, aber auch das funktioniert wirklich gut. Die Balladen „Tracy’s Flaw“ und das synthiegetriebene „Secretly“ können ebenfalls punkten. Dabei sticht allerdings „You’ll Follow Me Down“ mit seiner Thematik über Verlustängste und dem düsteren Musikvideo nochmal kräftig hervor. Ungewohnt ist das mystische „Good Things Don’t Always Come to You“, dabei zählt es dennoch zu den interessantesten Stücken auf dem Album.
Eine Sternstunde der Rockmusik der späten 90er, vor allem aus europäischer Sicht.
TOP: Charlie Big Potato; On My Hotel T.V.; We Don’t Need Who You Think You Are; Tracy’s Flaw; Lately; Secretly; Good Things Don’t Always Come To You; Cheap Honesty; You’ll Follow Me Down; And This Is Nothing That I Thought I Had
Skunk Anansie Live + Sampler
Skunk Anansie hielten sich mit einer Überproduktion an Alben stehts zurück, so gibt es auch unter den Livemitschnitten keine ramschige Anzahl an diversen Alben. Erst 2013 kam mit „An Acoustic Skunk Anansie (Live in London)“ (Zwiespältig!) das erste offizielle Livewerk. Skin punktet hier mit ihrem Gesang und auch die Soundqualität ist erste Sahne, aber wie viele Live-Akustik-Alben, die seit den 90ern in einer Vielzahl veröffentlicht wurden, fehlt es an Biss. Härtere Stücke wie „Brazen (Weep)“ oder „Charlie Big Potato“ bekommen zwar interessante Streicher versehen, sind aber ihrer Wucht beraubt.
2019 wurde dann genau das nachgeliefert, was sich Fans seit jeher gewünscht hatten. „25Live@25“ (Bester Stoff!) ist ein Mitschnitt, bei dem die Klassiker in all ihrer Pracht aufgeführt wurden. Schonungslos. In voller Härte. Ehrlich. Die Energie der Band wird spürbar zum Publikum übergeleitet und das bei erstklassiger Soundqualität. Was will man mehr?
Der Vollständigkeit halber ist an dieser Stelle auch „Smashes and Trashes“ (Bester Stoff!) erwähnt. Die 2009er Compilation ist tatsächlich das einzige Best Of der Band. Hier finden sich alle Perlen die vor der Reunion von Skunk Anansie rausgebracht wurden, sowie mit „Tear the Place Up“, „Because of You“ und „Squander“ noch ein paar solide neue Songs. In der Deluxe-Edition auch jeweils eine Akustikversion von „Weak“ und „Because of You“.
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